Erste Klausurtagung der DITIB 2016

Am 3. Januar 2016 kamen der DITIB-Vorstand, die Vertreter der Landes- und Regionalverbände, des Bundesjugendverbandes und Bundesfrauenverbandes zusammen und tauschten sich über die sozialen Dienstleistungen, die Entwicklungen im Bereich der Flüchtlingsarbeit sowie die Planungen für das Jahr 2016 aus.

Die wichtigsten Themen der Sitzung waren der Zuzug von Flüchtlingen als neue Mitglieder der Gesellschaften in Deutschland und Europa und die Verantwortungen der Moscheegemeinden bei der Unterstützung ihrer Integration. Die Topics dieser Gespräche waren ebenso der demographische Wandel in Deutschland, die neue Herausforderungen für die Muslime und entsprechende Maßnahmen. An der Sitzung nahmen Prof. Dr. Nevzat Yasar Aşıkoğlu, DITIB-Bundesvorstandsvorsitztender, und die weiteren Bundesvorstandsmitglieder Dr. Bekir Alboğa, Dr. Emine Seçmez, Ramazan Ilıkkan und Hakan Aydın teil. Herr Prof. Aşıkoğlu wies auf aktuelle Projekte hin und betonte, dass die DITIB die sozialen Entwicklungen mit Achtsamkeit verfolgt, ihre Struktur und Basis diesbezüglich stärkt und sich in der Flüchtlingssituation aktiv einbringt. Die derzeitigen Arbeiten resümierte er wie folgt: „So wie wir in den religiösen Dienstleistungen eine Marke sind, werden wir auch in den sozialen Dienstleistungsbereichen unserer Verantwortung als Vorreiter gerecht werden.“

In der Versammlung wurde die Adaptation vorhandener sozialer Dienste der Moschee-Gemeinden in das bestehende Wohlfahrtssystem bewertet. Im Jahr 2016 werden die DITIB-Gemeinden ihre Ehrenamtler verstärkt darin unterstützen und in Patenschafts-Programme einbringen. Durch den geschwisterlichen Umgang zwischen geflüchteten (Muhadschirun) und ansässigen (Ensar) Menschen wird die Kommunikation gestärkt und die Integration von Flüchtlingen in Deutschland erleichtert.

In dem Bewusstsein, dass die aktuell intensiv diskutierten Handlungen einiger unkultivierter Männer eine Ausnahme darstellen, werden die DITIB-Mitglieder die Möglichkeit ergreifen, die Neuzuwanderer in das Gemeindeleben aufzunehmen.

Zum Ende der Sitzung wurden über den Bundesfreiwilligendienst beraten und die entsprechenden Voraussetzungen, Bedingungen und Möglichkeiten für Freiwillige, Ehrenamtler und Moschee-Gemeinden erörtert. Diskutiert wurden diesbezüglich die Verortung der DITIB-Gemeinden, sowie die Antragstellung der Moscheegemeinden. Die DITIB-Gemeinden wurden aufgerufen, mit Unterstützung der DITIB-Landes- bzw. Regionalverbände, ihre Anträge beim „BAFzA“ zu stellen.

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